Die History vom Werner Habermann Racing
Im
Jahr 1976 im Alter von 18 Jahren begann Werner Habermann seine
Rennkarriere mit einem Opel Manta B in der Klasse ET, mit dem er
14.9 Sek. Zeiten fuhr. Es dauerte nicht lange bis Werner seine
Familie mit dem Speed & Power Virus infizierte und sein Vater
Heinrich sich 1978 ein Dragster kaufte. Allerdings nicht
irgendeinen, sondern der äußerst erfolgreiche "Blue Swede IV"
aus Schweden - ein Pro Comp Funny Car (heute Top Methanol Funny
Car).
Dieser Funny Car war mit einer Opel Manta B Karosserie besonders
attraktiv anzuschauen. Kurze Zeit später erwarb Werner den
kleinen Bruder des Funny Cars - einen Camaro mit dem Namen "Blue
Swede II".Aber Vater und Sohn |
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entschieden sich dann die Autos zu
tauschen und Werner war in jungen Jahren stolzer Besitzer, des
ersten Pro-Comp Funny Cars in Deutschland. Werner fuhr niedrige
7er Zeiten auf dem damals legendären Fliegerhorst Dragstrip in
Erlensee.
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Im Jahr
1980 beim ersten internationalen Dragsterrennen in Deutschland,
das damals in Mainz-Finthen veranstaltet wurde, trat Werner
gegen den englischen Fahrer Jim Read in seinem Top Methanol
Dragster an. Der Lauf von Werner und Jim wurde zum absoluten
Ereignis des Mainz-Finthener Rennen!
Beide Fahrzeuge hatten ihren Burnout bereits gemacht und
befanden sich schon in Stage (Startposition), da sah man schon
die ersten Zuschauer am Ende der Tribünenreihen ihre
Regenschirme aufspannen! |
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Allerdings wurde der Lauf nicht
abgebrochen, die Fahrer bekamen statt ein Signal zum
Rennabbruch, das Signal zum fahren - und das war einer der
haarigsten Läufe die Werner je gefahren ist! Er fuhr seine beste
Zeit: eine 6.99 und Jim eine 6.89. Sie fuhren in den Regen
hinein und Werner über die Rennstrecke hinaus in die Wiese! Blue
Swede wurde schwer beschädigt - aber als Werner erfahren hatte,
welche Zeit er fuhr, war der Schaden schon gar nicht mehr so
schlimm, denn er war ein Zehntel vom Europarekord entfernt
gewesen. Theoretisch kann man daher festhalten, das wenn damals
diese beiden Fahrzeugarten Funny Car und Dragster getrennt
ausgetragen worden wären, dann hätte Werner damals den
Europarekord für Pro Comp Funny Cars aufgestellt! |
Kurze Zeit nach
dem Rennen in Mainz-Finthene nahm Werner dann am Rennen in Mantorp,
Schweden teil. Nachdem die Räder wegen schlechter Traktion ca. 400 Meter
lang durchdrehten, ist sein Motor im Zielbereich explodiert. Das
Fahrzeug fing Feuer und Werner stieg brennend aus dem Fahrzeug aus. Gott
sei Dank verletzte er sich nicht, da die Rettungscrew schnell zur Stelle
war.
Der Blue Swede wurde wieder aufgebaut und befindet sich heute noch im
Besitz von Werner Habermann, der aber nur noch für Ausstellungen und
Showeinlagen wie z.B. Burnouts benutzt wird.
1990 bekam Timo (damals 7 Jahre jung) eine Corvette mit ca. 10 PS zu
Weihnachten geschenkt und fuhr schon 1991 bei Showeinlagen mit.
Werner beschloss sich damals nach
dem Feuerunfall im Funny Car einen Dragster mit Small Block
Chevy (4,6 liter) und Kompressor zu bauen und den in der Klasse
Competition Eliminator zu bestreiten. Und das mit Erfolg, denn
1991 und 1993 gewann er mit dieser Kombination 2 mal die
Europameisterschaft in seiner Klasse und wurde mehrere Male Vize
Meister. Im Frühjahr 1993 bekam Timo (damals 10 Jahre) den
ersten Junior Dragster, mit dem er schon damals Super
Reaktionszeiten fuhr
und die ersten Rennen bestreiten konnte. |
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1997 kam auch der Jüngere Sohn Dennis
(damals 8 Jahre) an die Reihe und fuhr mit Bruder Timo in der Klasse
Junior Dragster. Die beiden Brüder waren schon damals sehr erfolgreich.
Timo gewann im Jahr 1998 und Dennis 2000 + 2003 die Deutsche
Meisterschaft der Klasse Junior Dragster.

Im Jahr 2000, als Timo mit 16 Jahren aus der Junior Dragster Klasse raus
gewachsen war, fuhr er mit gedrosseltem Motor im
Manta Funny Car in der Klasse ET-
Bracket mit. Im selben Jahr machte er bereits einen Testlauf mit Vater
Werners Competition Dragster über die 60 Fuß Marke (ca. 18,2 m.) Er
machte den Job im Comp. Dragster so gut, dass er 2001 die Klasse Super
Comp bestritt.
Timo gewann in dieser Saison trotz starker Konkurrenz zwei
Rennen und somit auch die Deutsche Meisterschaft in Super Comp. In
diesem Jahr trat Werner Habermann nach seinen 25 aktiven Jahren im Drag
Racing zurück und kümmert sich um seine Top Nachwuchsfahrer Timo und
Dennis.
Nur ein Jahr Später kam schon der Aufstieg in die Competition
Klasse, wo Timo auch auf Anhieb 2 Rennen gewann und am Jahresende den 2.
Platz belegte.
2003 brach er den Europarekord in AA/Dragster, der über 10 Jahre von
Peter Schöfer gehalten wurde.
In nur 7,02 sec. auf 311 Km/h stellte Timo den Rekord auf, der aber nur
ein Jahr später wieder geknackt wurde... und zwar wieder von Timo. Mit
nur 6,78 sec. und 326 Km/h ist er der schnellste AA/Dragster in Europa.
Der große Aufstieg in die FIA Europameisterschaftsklasse
Top Methanol Dragster
begann im Jahr 2005 für Timo und das Team. Nachdem sich Timo im
3000 PS starken Dragster, mit tiefen 6er Zeiten in der Klasse
eingefahren hatte, belegte er den 5. Platz in der Gesamtwertung der FIA
Europameisterschaft. Im Jahr
2005 durfte Dennis bereits mit 15 Jahren seine ersten Testläufe im
Competition Dragster
bei den Recaro Tuning Days durchführen. Diesen Job machte er so gut,
dass er bereits
ein paar Monate später bei den
NitrolympX wieder ran durfte.
Im Rahmen der Night Show traten Dennis Habermann und sein Opa Heini
Habermann gegeneinander an. Ein Rennen der besonderen Art, denn für Opa
Heini sollte dies der Abschied aus der aktiven Rennkarriere sein,
während es für den 16jährigen Dennis den Aufstieg in die große SuperComp
Klasse bedeuten würde.
"Er ist mein Enkel, und ich schenke ihm alles", sagt Opa Heini lächelnd,
"aber den Sieg muss er sich selbst verdienen. Den schenke ich nicht
her". Den verdienten Sieg holte sich Dennis dann auch tatsächlich: Mit
8.11 Sekunden gewann er nicht nur gegen seinen Großvater, er unterbot
den Index seiner zukünftigen Heimatklasse SuperComp auch noch um runde
acht Zehntelsekunden.
Durch diese super Vorstellung von Dennis änderte der DMSB (Deutscher
Motorsport Sport Bund e.V.) ab der Saison 2006 das Mindestalter für die
Klasse Super Comp von 18 auf 16 Jahre.
Auch Timo nutzte im Jahr 2005 die Gelegenheit bei den
NitrolympX in
Hockenheim den 6000 PS starken Top Fuel Dragster von Rico Anthes zu
testen. Er fuhr knappe 80 Meter und beeindruckte durch sein fahrerisches
Können viele Fans und Zuschauer.

2006 stieg auch Dennis in die Klasse Super Comp auf und bestritt wie
sein Bruder Rennen in England, Schweden, Norwegen und natürlich im
Heimatland Deutschland. Bei einem Showlauf knackte Dennis mit 16 Jahren
die 8 sec. Barriere. Mit 7,70 sec. und 278 Km/h donnerte er in
Hockenheim durchs Ziel.
Nur 2 Wochen später fuhr Timo in Mantorp Park
(Schweden) seine erste 5er Zeit. Eine 5,97 stand auf dem Scoreboard und
das Team war überaus glücklich, denn Timo fuhr die schnellste Zeit mit
einem Automatikgetriebe außerhalb der USA. Auch am Jahresende gab es
wieder ein zufrieden- stellendes Ergebnis – der 5. Platz in der FIA
Europameisterschaft.
Beim ersten Rennen in England gewann Dennis in der ersten Runde gegen
den 2006er englischen Vize Champion und in der zweiten Runde gegen den
2006er Champion.
To be continued... |